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Presseinformation vom
2. Februar 2006
Biogas-Treibstoff gegen Feinstaub

Angesichts der Feinstaubbelastung und der nach wie vor hohen Erdöl- und Erdgaspreise wäre der Einsatz von veredeltem Biogas sinnvoll
„Das nahende Ende der Streusplitt- und Streusalz-Saison lässt alljährlich die Feinstaubkonzentrationen der Luft enorm ansteigen. Eine wesentliche Quelle für diese Luftverunreinigung stellen Dieselmotoren dar. Veredeltes Biogas könnte hier sofort Abhilfe schaffen. Als Treibstoff eingesetzt, verringert es den Feinstaubausstoß um 97 bis 98 Prozent gegenüber herkömmlichem Diesel. Wir müssen alles daran setzen, die Markteinführung von Biogas als Öko-Teibstoff voranzutreiben“, verlangte Martin Preineder, Obmann des Energie-Ausschusses der Landwirtschaftskammer Österreich.

„Gerade die Feinstaubbelastung, aber auch die anhaltend hohen Preise bei fossilen Energieträgern, wie Erdöl oder Erdgas, machen einen Einsatz von veredeltem Biogas sinnvoll. Der Nutzen ist ein mehrfacher: Man dient damit Gesundheit, Umwelt und Klima, entlastet private und öffentliche Budgets, vermindert die Auslandsabhängigkeit, bietet Wirtschaft und Forschung neue, zukunftsträchtige und profitable Wachstumsmärkte und schafft für die Bauern neue Einkommensmöglichkeiten jenseits der Nahrungsmittelproduktion“, so Preineder weiter.

Veredeltes Biogas kann nicht nur zu den üblichen Anwendungen wie Heizen, Kochen oder zur Beleuchtung eingesetzt werden, sondern auch als Treibstoff für Fahrzeuge oder in Brennstoffzellen Verwendung finden. Preineder dazu: „Wir wollen diesen neuen Markt für die Landwirtschaft aktiv erschließen. Unsere Absicht ist eine rasche und so umfassend wie mögliche Markteinführung dieses neuen und umweltfreundlichen Treibstoffs. Hier hat Österreich die Chance, sich international erfolgreich zu positionieren und gleichzeitig in den ohnehin strukturschwachen ländlichen Räumen neue Arbeitsplätze in Forschung, Industrie und Landwirtschaft zu schaffen“, so Preineder weiter.

„Wir müssen daher alles daran setzen, mit Partnern aus der Wirtschaft rasch den Umstieg aus der fossilen in die nachwachsende Energie- und Rohstoffaufbringung zu schaffen. Das hat nicht nur handfeste ökologische Vorteile, das rechnet sich auch ökonomisch. Die Bauern jedenfalls sind bereit, die Herausforderung anzunehmen und in diese neue Schiene als Energiewirte einzusteigen“, stellte Preineder fest.

Biomasseaktionsplan treibt Entwicklung voran
„Gerade bei der Nutzung der Biomasse für Energiezwecke hat Österreich international einen Vorsprung. Der nun vom Landwirtschafts- und Umweltminister in der EU eingebrachte Biomasseaktionsplan wird nun dazu führen, dass Projekte und Maßnahmen geplant und in Angriff genommen werden, die den Einsatz von biogenen Treibstoffen, wie zum Beispiel von veredeltem Biogas fördern. Mit diesem Plan wird die Entwicklung auf diesem zukunftsträchtigem Gebiet weiter voran getrieben“, ergänzte Preineder.
„Unser erklärtes Ziel ist es, mit Unterstützung des Biomasseaktionsplanes rasch einen möglichst hohen Anteil an erneuerbaren Rohstoffen im Energiebereich, bei Elektrizität und bei Treibstoffen zu erreichen“, so Preineder. Der Landwirtschafts- und Umweltminister strebt zudem noch unter der österreichischen EU-Präsidentschaft an, dass in der gesamten Europäischen Union höhere Beimischungssätze von alternativen Kraftstoffen verankert werden.

Foto links: Noch vor wenigen Jahrzehnten hat die Landwirtschaft einen beträchtlichen Teil der Erträge als "Treibstoff" für die Zugtiere verwendet. Rechts: Biogaserzeugung aus Mais hat hohe Flächenproduktivität. Vier PKW können mit dem Gas von einem Hektar Mais ein Jahr lang fahren !

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Artikel von Dr. Josef Siffert, Foto/Grafik: Copyright DI Alois Rasinger, Abdruck im Zusammenhang mit dieser Presseinfo honorarfrei. Die Fotos stehen bei Bedarf auch in einer 6 oder 10- Megapixel-Qualität zur Verfügung. Bitte mail an den Fotografen

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