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Presseinkonferenz vom
10. November 2005:
Biogas: treibende Kraft !

Biogas als Kraftstoff - Landwirtschaft und Energieversorger starten gemeinsames Projekt

Biogas aus der Landwirtschaft wird normgerecht aufbereitet als Fahrzeugkraftstoff eingesetzt

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Die Experten bei der Pressekonferenz: Dkfm. Ernst Scheiber, Biomasseverband, Abg. zum Nationalrat Martin Preineder, Landwirtschaftskammer Österreich, Dr. Elisabeth Friedbacher, Umweltbundesamt, Mag. Gerhard Kunit und Dr. Johann Franek, Wien Energie Gasnetz

Der vermehrte Einsatz von erneuerbarer Energie kann wesentlich dazu beitragen, die EU-Umweltschutzlinien für die nächsten Jahrzehnte zu erreichen.
Eine Strategie mit hohem Energieertrag und mit hoher Wertschöpfung könnte die Verwendung von aufbereitetetem Biogas als Treibstoff für Autos sein. Dies stellte Martin Preineder, Energiesprecher der Landwirtschaftskammer Österreichs, heute bei einem Pressegespräch in Wien fest.

Ein Partner zur Prüfung der praktischen Umsetzung wurde in der Wien Energie Gasnetz gefunden. Wie Mag. Gerhard Kunit feststellte, plant die Wien Energie Gasnetz die Errichtung einer Pilotanlage im Nahbereich von Wien zur Erzeugung und Aufbereitung von Biogas, um in Zukunft ihre Erdgasauto-Flotte auch mit Biomethan betreiben zu können. Landwirtschaftliche Kooperationspartner sollen dazu das Rohgas liefern, der Energieversorger übernimmt die Raffinierung und den Vertrieb – eine optimale Partnerschaft vom Rohstoff bis zum Endkunden.
Eine Machbarkeitsstudie, die in 6 bis 9 Monaten fertig sein wird, soll alle Fragen der Technik, des Standortes und der Wirtschaftlichkeitsrechung beantworten.
Das Potenzial von Biogas als Kraftstoff ist gewaltig: Die von Dr. Elisabeth Friedbacher (Umweltbundesamt) vorgestellte Studie "Biogas im Verkehrssektor" kommt zum Schluss, dass unter Nutzung aller Quellen über ein Viertel des konventionellen österreichischen Treibstoffverbrauchs durch Biogas ersetzt werden könnte. Annahme:  20 % der Ackerfläche Österreichs wird zum Energiepflanzenanbau genutzt,  auf 20 % der Ackerfläche werden Energiepflanzen als Zwischenfrüchte erzeugt und 20 % der Biomasse des Dauergrünlandes wird genutzt. Dazu kommt noch Biogas aus den Mist und Gülle.

Preineder zu den Auswirkungen auf Landwirtschaft  und Umwelt: "Selbst bei der realistischen Annahme, dass ausschließlich rund 15 - 20 % der Ackerfläche Österreichs (220.000 ha) für Energiepflanzen zur Treibstoffgewinnung genutzt würden, könnten rund 15% des aktuellen österreichischen Treibstoffbedarfes aus erneuerbaren Energiequellen kommen. Treibstoff aus Biogas verbessert nicht nur die CO2-Bilanz, sondern weist auch eine höhere Effizienz im Motor aus. Bis zu 30% Treibstoff können eingespart werden."
Gegenüber Diesel fällt positiv aus, dass bei der Gasverbrennung praktisch kein Feinstaub anfällt, was besonders in Ballungsgebieten sehr positiv für die Umweltbilanz ist, so Preineder abschließend.

Alle Unterlagen zur Pressekonferenz finden Sie auf der Seite des Öst. Biomasseverbandes   hier....

Am Podium waren:

Mag. Dr. Elisabeth Friedbacher, Umweltbundesamt
Ing. Mag. Gerhard Kunit und DI Dr. Johann Franek, WIEN ENERGIE Gasnetz GmbH
  Dkfm. Ernst Scheiber, Österr. Biomasseverband
Abgeordneter zum Nationalrat Martin Preineder, Landwirtschaftskammer Österreich

Rückfragehinweis: DI Stephan Grausam Österreichischer Biomasse-Verband
Tel: +43-1-533 07 97-32    Fax: +43-1-533 07 97-90    E-Mail: office@biomasseverband.at

Fotos: Copyright Alois Rasinger, Abdruck im Zusammenhang mit dieser Presseinfo honorarfrei. Die Fotos stehen bei Bedarf auch in einer 6 Megapixel-Qualität zur Verfügung. Bitte mail mit Angabe der Bildnummer an den Fotografen (0650 86 86 836)

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