Preineder: Kostenexplosion durch Terminerstreckung verhindert

Presseinformation vom
3. Mai 2005

Ökostromanlagen: Termin für Errichtung bis Jahresende 2007 erstreckt

Das geltende Ökostromgesetz sicherte jenen Anlagen, die bis 31.12.2004 einen Bewilligungsbescheid erhalten haben, die gesetzlichen Stromeinspeistarife. Allerdings galt das nur für Anlagen, die bis 30.06.2006 in Betrieb gehen und damit Strom ins Netz liefern. Deshalb wurden bis Jahresende 2004 alle Prognosen für Genehmigungen übertroffen: Allein im Dezember wurden zusätzliche 100 Windräder mit einer Leistung von 200 MW genehmigt. Zu den bestehenden 40 Biomasseanlagen kommen 60 weitere. Auch im Biogas-Bereich folgte man diesem Trend: Hier sind es 150 weitere Anlagen, die zu den bestehenden 130 hinzukommen.

„Für Betreiber und Errichter brachte diese Situation enormen Druck. Einerseits kam es bei der Bewilligung aufgrund von Einsprüchen zu Verzögerungen, anderseits waren die Baufirmen total überlastet“, so Abg.z.NR Martin Preineder, Energiesprecher der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs.

Auch für die heimische Wirtschaft fürchtete Preineder Nachteile: „Der drastische Termindruck zwang Errichter, sich auch an ausländische Bau- und Anlagefirmen zu wenden, was natürlich nicht im Sinne der heimischen Wertschöpfung sein kann.“

Der am 1. Mai stattgefundene ÖVP-Reformdialog „Wirtschaft und Arbeit“ stoppte nun die durch den Termindruck zu befürchtende Kostenexplosion: „Der Termin für die Errichtung wird nun um eineeinhalb Jahre bis Ende 2007 verlängert. Ein Sieg der Vernunft!“, so Preineder. Diese Entscheidung sichere nicht nur Aufträge und Arbeitsplätze bei heimischen Firmen, sondern verhindere auch Baufehler aufgrund zu hoher Baugeschwindigkeit.

In diesem Fall gelte einmal mehr der Spruch „gut für die Wirtschaft, gut für die Arbeitsplätze“.

„Es geht hier allein im Bereich Biogas um eine Investitionssumme von über 100 Mio. EUR. Mit der Fristerstreckung ist jetzt klargestellt, dass alle genehmigten Anlagen errichtet werden können!“, freut sich Preineder über den Verhandlungserfolg.

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Klick mit der rechten Maustaste zum druckgeeigneten Foto ! Links: Nationalrat Preineder mit den Errichtern einer 500 KW-Biogasanlage in Seitzersdorf-Wolfpassing,  Hubert Hochfelsner, Michael Planer, Norbert Planer, Stefan Habacht, Ernst Strohmayer, Anton Christ und Markus Kirstorfer.
Mit der Errichtung der Anlage wurde im Sommer 2004 begonnen, es den nächsten Monaten wird die Biogasanlage mit der Stromproduktion beginnen.
Alle Anlagenbetreiber, die erst später eine Genehmigung erhalten haben, freuen sich über die Fristerstreckung bis Juni 2007.
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Strom aus biogenen Rohstoffen schont die Umwelt und hilft mit, die hoch gesteckten Kyoto-Ziele betreffend CO2-Einsparung zu erreichen

Ing. Karl Pfiehl aus Sitzenberg-Reidling vor dem Kontrolllschirm seiner 500 KW-Biogasanlage. In erster Linie wird die eigene Schweinegülle verstromt, zusätzlich kommen Rohstoffe aus der Region (Gemüseabfälle, Maissilage) zum Einsatz. Auch die entstehende Wärme kann (im Gegensatz zu den meisten Kohlekraftwerken!) zu einem großen Teil genutzt werden - einerseits für die Ferkelaufzucht, anderseits wird der nahe liegende Ortskern von Reidling mit Fernwärme versorgt.

Fotos: DI Alois Rasinger, Abdruck im Zusammenhang mit dieser Presseinfo honorarfrei. Die Fotos stehen bei Bedarf auch in einer 6 Megapixel-Qualität zur Verfügung. Bitte mail mit Angabe der Bildnummer an den Fotografen

 

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