1,2 Millionen Österreicher leben von der Bewirtschaftung des ländlichen Raumes |
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Presseinformation vom |
| Einbindung von Grundeigentümern und Nutzungsberechtigten erforderlich |
| Wien: "Noch bevor Europaschutzgebiets-Verordnungen erlassen und Managementpläne beschlossen werden, müssen die Bundesländer entsprechende Finanzierungskonzepte für das Natura-2000-Netz vorlegen. Wir wollen nämlich nicht, dass den Grundeigentümern und Nutzungsberechtigten in Managementplänen
Auflagen und Einschränkungen für die Bewirtschaftung vorgeschrieben werden, aber keine ausreichenden Finanzmittel zur Verfügung stehen. Solange kein eigener EU-Topf für die Natura 2000 Finanzierung besteht, ist es Aufgabe der Bundesländer, für eine
entsprechende Finanzierung zu sorgen. Die derzeit laufende Diskussion über die künftige Finanzierung der EU und das künftige EU-Budget zeigt nämlich sehr deutlich, dass von der Europäischen Kommission keine hohe Mitfinanzierung des Natura-2000-Netzes zu erwarten sein wird. Die Bundesländer müssen daher realistische Maßnahmen bei der Umsetzung des Natura-2000-Netzes setzen und darauf achten, dass die Verwaltungskosten niedrig
bleiben", verlangte der Vorsitzende der Plattform "Natur zum Leben", Abg. z. NR Martin Preineder. Finanzierungsmitteilung der Europäischen Kommission Die Europäische Kommission hat im Sommer 2004 ihre lang erwartete Finanzie-rungsmitteilung zu Natura 2000 beschlossen. Sie rechnet mit EU-weiten Kosten von rund 6,1 Milliarden Euro und hat dazu eine Kofinanzierung von rund 50 % in den Raum gestellt. In derselben Mitteilung werden für Österreich rund 180 Millionen Euro pro Jahr als Kosten für das "Natura 2000"-Netz geschätzt. Als mögliche Co-Finanzierungsquelle werden die EU-Strukturfonds bzw. der EU-Fonds für die ländliche Entwicklung in dieser Mitteilung genannt. 1,2 Millionen Betroffene Die Mitglieder der 17 Organisationen des ländlichen Raumes angehörenden Plattform "Natur zum Leben" sind als Grundeigentümer und Nutzungsberechtigte von der Umsetzung des europaweiten Natura 2000-Netzes direkt betroffen und haben über Jahrzehnte umfassende Erfahrung und Kompetenz im Naturschutz aufgebaut. Insgesamt vertreten die Plattform-Institutionen rund 1,2 Mio. Menschen, die von der Bewirtschaftung ländlicher Gebiete leben. Die Produktion von Lebensmitteln oder natürlichen Rohstoffen, wie Holz, die Jagd und Fischerei sowie die Imkerei, bilden dabei die Grundlage ihrer Existenz. Zügige Umsetzung des Natura-2000-Netzes "Die Arbeiten an der Umsetzung des Natura-2000-Netzes schreiten in den Bundesländern zügig voran. Die Einbindung der Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten erfolgt jedoch in sehr unterschiedlicher Weise. Als positiv wird beispielsweise die Verankerung der Einbindung im oberösterreichischen Naturschutzgesetz gesehen. Es muss klar gesagt werden, dass vor allem die Qualität der Europaschutzgebietsverordnungen und Managementpläne leidet, wenn veraltete wissenschaftliche Grundlagen herangezogen werden und eine mangelhafte Einbindung der Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten erfolgt", stellte Preineder abschließend fest. |
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