Mehr Mitsprache für Grundbesitzer bei Natura 2000-Projekten |
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Presseinformation vom Plattform "Natur zum Leben" fordert Finanzierungkonzept für Natura 2000-Maßnahmen |
| Preineder: Vorprüfungen bei Natura 2000 sollen sinnhaft sein |
| Preineder: "Natura"-Maßnahmen kosten Österreich pro Jahr EUR 180 Mio. Verwaltungskosten mit 30% viel zu hoch - zu viele Vorprüfungen "Die Arbeit der österreichischen Land- und Forstwirte hat eine erhaltenswerte Kulturlandschaft hervorgebracht. Diese zu sichern ist
die wesentliche Aufgabe von 'Natura 2000'. Die Kosten für die Umsetzung des Natura 2000-Netzes betragen laut aktueller Schätzungen
der Länder allein für Österreich EUR 180 Mio. pro Jahr. Bis zum Jahr 2006 ist jedoch keine EU-Co-Finanzierung möglich, daher müssen alle
vorher durchgeführten Maßnahmen von den Bundesländern selbst finanziert |
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Statements des Hauptverbandes des
Land- und Forstwirtschaftsbetriebe Österreichs, |
| Schenker: Wissen der Grundeigentümer nutzen, Finanzierung sicherstellen, Vertrags-naturschutz forcieren Waldbesitzer und Landwirte bei Gebietsausweisung und Erstellung von Managementplänen einbinden "Der Hauptverband der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe vertritt rund 600 Grundeigentümer, deren Besitzungen zu einem erheblichen Teil als "Natura-2000-Schutzgebiete" ausgewiesen sind. Ihr verantwortungsvoller Umgang mit dem natürlichen Erbe und ihr spezielles Wissen einer nachhaltigen Bewirtschaftung hat jene Landschaft geprägt, die nun als schützenswert erachtet wird. Dieses wertvolle Wissen der Grundeigentümer gilt es zukünftig zu nutzen", betonte Dipl.Ing. Stefan Schenker, Präsident des Hauptverbandes der Land- und Forstwirtschaftsbetriebe. Schenker weiter: "Bei der Gebietsausweisung und Erstellung von Managementplänen wurden die Waldbesitzer und Landwirte von den zuständigen Behörden praktisch nicht eingebunden. Das hat bei der Auswahl von Gebieten zu vielfältigen Fehlern geführt. "Damit solche Fehler in Zukunft vermieden werden, sollten die Grundeigentümer in Zukunft bei allen maßgeblichen Entscheidung mit eingebunden werden", forderte Schenker. "Auch bei Maßnahmen, mit denen man seltene Tier- und Pflanzenarten schützen will, sollte man ihr Fachwissen nutzen." "Um die Bedürfnisse von Grundeigentümern und Naturschutz in partnerschaftlicher Zusammenarbeit und ohne Konflikte zu lösen, sollte man in Zukunft verstärkt auf das Modell des Vertragsnaturschutzes setzen. Dass dies möglich ist, zeigt die Arbeit des Naturschutzvereines BIOSA oder auch die Schaffung des Österreichischen Naturwaldreservate-Programms", so Schenker abschließend. Jagdverbände: Natura-2000-Umsetzung muss fair, nicht ruinös erfolgen Jäger bei Erhaltung sensibler und seltener Tierarten oder Lebensräume gefragt "Die Idee eines Netzwerkes Natura 2000 könnte von Jägern entwickelt worden sein. Langfristig sollen alle für unsere Heimat typischen Tierarten, Pflanzenarten und Lebensräume gesichert und unseren Nachkommen erhalten werden. "Die Jäger erwarten von der Umsetzung des Vorhabens Natura 2000 eine faire und für die Grundeigentümer nicht ruinöse Vorgangsweise der Gesellschaft. "Grosse Naturschutzziele können nicht allein durch Sonderopfer weniger Grundeigentümer erreicht werden. Die Allgemeinheit muss sich zu Natura 2000 bekennen und einen fairen finanziellen Ausgleich anbieten, wenn Grundeigentümer und legitime Nutzungsberechtigte für Natura 2000 Mehraufwand bei der Erhaltung, Erschwernisse bei der Bewirtschaftung, Gebote und Verbote bis hin zu einem Nutzungsverzicht hinnehmen müssen, um das Ziel Natura 2000 für alle zu erreichen", so Dr. Peter Lebersorger, der Generalsekretär der Zentralstelle Österr. Landesjagdverbände bei der Pressekonferenz. "Die Jäger können bei der Umsetzung von Natura 2000 mitarbeiten und Leistungen erbringen, die im Zusammenhang mit der Erhaltung sensibler und seltener Tierarten oder Lebensräume gefragt sein können: etwa durch die Bejagung von Beutegreifern (z. B. Fuchs, Steinmarder, Aaskrähen), oder durch die Bewirtschaftung von Schalenwild (z. B. Rotwild, Rehwild, Gamswild). Der Schutz und die Erhaltung von Großtrappe und Raufußhühnern, von Bodenbrütern, von sensiblen Waldgesellschaften oder anderen Lebensräumen wird bei einer Einbindung der Jägerschaft erfolgreich zu bewerkstelligen sein. Bundesforste: Natura 2000 bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen Mittel für und Mitwirkung durch den Grund-Eigentümer sichern "Das Natura-2000-Projekt bietet für die Österreichischen Bundesforste sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Wir sehen Chancen auf Unterstützung bei einem besonders sensiblen ökologischen Umgang mit den Naturflächen und Chancen auf Unterstützung zur Siche-rung der Lebensvielfalt. Herausforderung entstehen dort, wo Leistungen erbracht werden müssen, die über die klassische Flächen-Betreuung und Flächen-Nutzung hinaus gehen", erklärte Dipl.-Ing. Dr. Georg Erlacher, Vorstand der Österreichischen Bundesforste (ÖBf AG). "Deshalb müssen die Mittel für und die Mitwirkung durch den Grund-Eigentümer gesichert sein. Denn nur wenn im Sinne größtmöglicher Identifikation der Grundeigentümer und/oder die sonstigen Flächennutzer stark eingebunden sind, ist eine erfolgreiche Umsetzung denkbar. Als bundesweit agierendes Unternehmen haben die Österreichischen Bundesforste großes Interesse daran, dass zwischen den einzelnen Bundesländern keine zu großen Differenzierungen stattfinden, sondern eine konsequente Vorgangsweise unabhängig von Landesgrenzen Platz greift", so Erlacher abschließend. Rückfragehinweis: Plattform "Natur zum Leben", c/o Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs, 1014 Wien, Schauflergasse 6, Tel. 01/5344-8590, Fax: 01/53 441-8529, e-mail: a.reinl@pklwk.at |