Die Zukunft gehört der erneuerbaren Energie

Presseinformation vom
4. Juni 2004

Erste Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien in Bonn

1.000 Delegierte aus mehr als 140 Ländern für Ausbau der "Erneuerbaren"
Bonn, 4. April 2004 - Mit einem Appell zum entschlossenen Ausbau erneuerbarer Energiequellen haben der deutsche Umweltminister Jürgen Trittin (Grüne) und die Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) die internationale Energiekonferenz "renewables 2004" am 2. Juni eröffnet. Die dreitägige Bonner Konferenz werde "ein starkes Signal" für Umwelt- und Klimaschutz aussenden, zeigte sich Trittin vor 1.000 Delegierten aus mehr als 140 Ländern überzeugt am Eröffnungtag überzeugt. Mit allgemeinen Absichtserklärungen sei es dabei jedoch nicht getan. "Wir müssen Nägel mit Köpfen machen", so Trittin. 

Gemeinsame "Politische Deklaration" angenommen

Heute Mittag (4.6.) haben Regierungsvertreterinnen und -vertreter aus 154 Ländern die Politische Deklaration der" renewables 2004" angenommen, in der die gemeinsamen politischen Ziele zur Stärkung der Rolle erneuerbarer Energien definiert werden.
Im Internationalen Aktionsprogramm haben sich Regierungen, internationale Organisationen und Stakeholder zu einer Fülle von Aktivitäten verpflichtet, die den Ausbau erneuerbarer Energien zum Ziel haben. Bislang sind 165 dieser auf freiwilliger Basis entstandenen Maßnahmen betätigt, zahlreiche weitere Eingänge werden zurzeit geprüft.
Die Politikempfehlungen geben viele praxisnahe Hinweise, wie die Marktentwicklung für Erneuerbare Energien in Nord und Süd stärker vorangetrieben werden kann.

Internationales Agieren ist gefordert - IRENA kommt

Im Rahmen der Plenarsitzung "Policies for Renewable Energy Market Development" betonte  der Energiesprecher der Präsidentenkonferenz, Abg. zum Nationalrat Martin Preineder, dass es notwendig sein, die Interessen der Ökoenergieerzeuger international abzustimmen. Um den aus Sicht von Umwelt und lokaler Ökonomie dringend erforderlichen weiteren Ausbau von Ökoenergie voran zu treiben, ist weltweiter Lobbyismus gegen die Interessen der Fossilenergiegewinner notwendig. "Was möglicherweise kurzfristig teurer scheint, hilft uns, langfristig ökologisch und auch wirtschaftlich zu überleben", so Preinder in seinem Diskussionbeitrag vor etwa 300 Parlamentariern aus vielen Ländern.

In der Resolution des Parlamentarierforums wurde empfohlen, eine Internationale Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) einzurichten. Diese Organisation soll als Internationale Regierungsorganisation gegründet werden. Vordringliche Aufgaben werden internationaler Informationaustausch und Kommunikation über erneuerbare Energien, sowie Unterstützung von Marketing und  Öffentlichkeitsarbeit sein.

Im Lichte der jüngsten Diskussionen und Probleme mit fossilen Energieträgern ist zu erwarten, dass sich auch die wirtschaftlichen Aspekte bei Einsatz erneuerbarer Energieformen zukünftig noch positiver als bisher darstellen lassen.
In Österreich stammen 23 % der Primärenergie aus erneuerbaren Energieformen, damit liegt unser Land an der vierten Stelle in Europa. Dazu tragen der hohe Anteil Wasserkraft an der Stromerzeugung, die Heizung mit Holz in allen Formen und zunehmend auch Stromerzeugung aus Wind und Biomasse bei.

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Links: Der Vorsitzende des Energieausschusses der Präko mit Dkfm. Ernst Scheiber, dem Geschäftsführer des Österreichischen Biomasseverbandes, Mitte. Preinder mit Karl Zusag, dem Obmann der Lichtenwörther Biogasgenossenschaft, die eine 500 KW-Anlage errichten wird. Rechts: 73 % des in Österreich verbrauchten Stromes stammen aus erneuerbarer Energie, vorwiegend Wasserkraft

Fotos: DI Alois Rasinger, Abdruck im Zusammenhang mit dieser Presseinfo honorarfrei. Die Fotos stehen bei Bedarf auch in einer 6 Megapixel-Qualität zur Verfügung. Bitte mail mit Angabe der Bildnummer an den Fotografen

Die Politische Deklaration zum Download (englisch)

Konferenz-Homepage