Neue Bioenergieanlagen brauchen rechtzeitig Preis- und Abnahmegarantie

Presseinformation vom
11.1.2004

Ökostrom-Investitionen dürfen nicht gefährdet werden

Preineder: Wirtschaftliche Sicherheit für Betreiber von Ökostromanlagen unerläßlich
Energiesprecher der Präsidentenkonferenz fordert eine rasche Novellierung der Zuschlagsverordnung, um auch in Bau befindliche Biogasanlagen wirtschaftlich abzusichern.

Wien (präko, 11. Jänner 2003). " Für 2004 müssen bei Fortschreibung der für 2003 gültigen Zuschlagsverordnung Ökostromerzeuger mit Preissenkungen rechnen" stellte heute der Energiesprecher der Präsidentenkonferenz, Abg. zum Nationalrat Martin Preineder fest.
Die geplante Novellierung der Zuschlagsverordnung, die mit eine Erhöhung der Zuschläge um 0,07 Cent/KWh Sicherheit für die Errichter neuer Anlagen gebracht hätte, scheiterte am Widerstand des Kärntner Landeshauptmannes Haider.
Für Anlagen, die sich in Bau befinden oder auch schon in Betrieb sind, aber noch keinen gültigen Vertrag mit einem Ökobilanzgruppenverantwortlichen haben, gibt es nach heutigem Stand keine Vergütung. Einzelne Betreiber von Windkraft- oder Biogasanlagen könnten durch erheblich reduzierte Einspeistarife in den einen finanziellen Ruin getrieben werden 

Finanzlücke erschüttert Vertrauen in die Ökoenenergiepolitik

Mit dem Ökostromgesetz wurde eine Abnahme- und Vergütungsverpflichtung für Ökostrom auf 13 Jahre festgelegt. Auf Basis dieser gesetzlichen Grundlage wurden im Jahr 2003 Projekte errichtet, deren wirtschaftliche Existenz nun gefährdet ist, wenn die Zuschlagsverordung nicht an das real gestiegene Ökostromaufkommen angepasst wird.

Hoher Anteil der Ökostromanlagen am Erreichen des Kyoto-Zieles
"Ökostromanlagen haben einen enorm hohen Anteil am Erreichen des Kyoto-Zieles. Österreich muss bis zum Jahr 2013 insgesamt 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent einsparen. Das derzeit gültige 4%-Ökostromziel leistet dazu einen CO2-Einsparungs-Beitrag von 6,5%.

Versorgungssicherheit durch Strom aus Biomasse
"Die Erzeugung von Strom aus Biomasse ist im Gegensatz zur Wasserkraft und den Atomkraftwerken vom Pegelstand der Flüsse bzw. den Außentemperaturen völlig unabhängig. Sie garantiert daher auch in Krisenzeiten eine außergewöhnlich hohe Versorgungssicherheit. 

Preineder apelliert in diesem Zusammenhang an die zuständigen Landeshauptleute - allen voran Jörg Haider - die neue Zuschlagverordnung zu unterzeichnen, um die geplanten Ökostromziele nicht zu gefährden.

Zum Text und Fotos von der Pressekonferenz am 14. Jänner

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Abgeordneter zum Nationalrat, Landeskammerrat, Energiersprecher der Präsidentenkonferenz Martin Preineder, Frohsdorf 25, 2821 Lanzenkirchen Bezirk Wr. Neustadt NR Martin Preineder informiert gemeinsam mit Anlagenbauer Norbert Hummel und Betriebsberater Ing. Erich Mandl (v.l.r.) in  Petersbaumgarten (Bezirk Neunkirchen) über die Rahmenbedingungen beim Bau von Biogasanlagen  Dezember 2003
Strom aus biogenen Rohstoffen schont die Umwelt und hilft mit, die hoch gesteckten Kyoto-Ziele betreffend CO2-Einsparung zu erreichen

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