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Bundesrat
Martin Preineder

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Presseinformation April  2008
Gute Chancen - Österreich braucht noch mehr Biobauern
Landwirtschaftskammern fördern starke Bio-Landwirtschaft
Aktionsprogramm: Kammern setzen zusätzliche Akzente in Bildung und Beratung

„Die Landwirtschaftskammern befürworten das ‚Aktionsprogramm Biologische Landwirtschaft 2008-2010’ und bekennen sich klar zu einer verstärkten Förderung der Bio-Landwirtschaft in Österreich. Denn Kammern und Ländliches Fortbildungsinstitut (LFI) verstehen sich als Kompetenzzentren in der landwirtschaftlichen Bildung und Beratung, wobei die Vertretung der Interessen der biologischen Landwirtschaft ihren fixen Platz in der Arbeit der Landwirtschaftskammern hat. Wenn bis 2010 durch das Bioaktionsprogramm der Anteil der Bioflächen an der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfläche auf zwanzig Prozent gesteigert werden soll, begrüßen die Landwirtschaftskammern dieses Ziel. Daher ist es gerade jetzt entscheidend, verstärkt Beratungskräfte zur Verfügung zu stellen“, stellte Martin Preineder, Vorsitzender des Ausschusses für biologischen Landbau der Landwirtschaftskammer Österreich fest.

371.000 Hektar biologisch bewirtschaftet
Im Jahr 2007 gab es in Österreich 20.200 Biobetriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von rund 371.000 Hektar. Das sind rund 16 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche (ohne Almen). Die biologisch bewirtschaftete Ackerfläche macht mit 152.900 Hektar bereits 11 Prozent der gesamten Ackerfläche Österreichs aus. Mit 20.200 Biobetrieben (2007) hat Österreich einen Anteil von 14 % Biobetrieben.

Zusätzliche Berater eingesetzt
Preineder strich hervor, dass „die Landwirtschaftskammern in Kooperation mit Bio Austria und dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft weitere Akzente in der Beratung setzen werden.“ Konkret sollen im Rahmen einer gemeinsamen Bildungs- und Beratungsinitiative für fünf Schwerpunktbereiche zusätzliche Berater eingesetzt werden. Geplant sind Projekte in den Bereichen Gemüse- und Kartoffelbau, Wein- und Obstbau, Ackerbau, Schweinehaltung und Rinderhaltung inklusive Milchproduktion. Preineder ergänzte: „Natürlich wird die fachliche Betreuung der bereits etablierten Biobetriebe weiterhin fortgeführt.“

Nachfrage des Marktes erfüllen
„In Österreich ist eine kontinuierlich steigende Nachfrage nach biologischen Lebensmitteln zu verzeichnen. Diese zunehmende Nachfrage soll nach Möglichkeit mit Biolebensmitteln aus heimischer bäuerlicher Produktion abgedeckt werden. Dabei sind die Regionalität, Qualität und Saisonalität der Bioprodukte für die Konsumenten von Bedeutung. Um den Konsumenten ausreichend Biolebensmittel aus Österreich anbieten zu können,  bedarf es einer besonderen Förderung des österreichischen Biolandbaus. Genau diese Förderung soll im Rahmen des Aktionsprogramms Biologische Landwirtschaft 2008-2010 geschehen“, fasste Bio-Landbau-Obmann Preineder zusammen. Abschließend gab Preineder ein klares Bekenntnis zum AMA-Biozeichen ab: „Dieses Erkennungszeichen für Biologische Lebensmittel ist in Österreich bestens etabliert und genießt bei den Konsumenten höchstes Vertrauen.“

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