| "Die heute in den Tageszeitungen publizierte
Studie des Instituts für Energiewirtschaft an der TU Wien, wonach das österreichische Stromnetz überlastet sei und landesweite Stromausfälle
möglich seien, zeigt deutlich die Vorteile und die Notwendigkeit von Strom
aus erneuerbarer Energie, vor allem aus Biomasse, auf", erklärte heute der
Obmann des Ausschusses für Energiefragen in der Präsidentenkonferenz der
Landwirtschaftskammern Österreichs, Martin Preineder.
Strom aus Biomasse sei nicht nur umweltfreundlich, er erhöhe auch die
Versorgungssicherheit und verringere die Abhängigkeit vom Ausland.
Biomassenutzung führt zu Reduktion der Stromimporte
"Die Stromproduktion aus Biomasse steht das ganze Jahr über je nach Bedarf
flexibel zur Verfügung und leistet als heimischer Rohstoff einen Beitrag zur
Reduktion von Stromimporten und zur Erhöhung der Wertschöpfung. Selbst ein
ausgebautes europäisches Verbundnetz kann, wie der heurige Sommer gezeigt
hat, keine Versorgungssicherheit garantieren", betonte Preineder.
Auf Grund der Trockenheit in mehreren Ländern Europas sei es im Sommer zu
Engpässen gekommen und der europäische Bedarf an Strom habe nur mehr zum
Teil gedeckt werden können. "Durch die Hitze und Trockenheit konnten auch
Atomkraftwerke nicht mehr mit der nötigen Kühlung versorgt werden, die Stromproduktion aus Wasserkraftwerken hat durch den niedrigen Wasserstand
ebenso abgenommen. Länder, die vorwiegend Strom aus Wasserkraft beziehen,
wie Italien und Österreich, hatten ebenso wesentliche Einbußen zu verzeichnen", erinnerte Preineder an diese Problematik.
Biomasse - ein verlässlicher heimischer Energieträger
"Die verlässliche Technologie der Biomasse, die im Gegensatz zur Wasserkraft
und den Atomkraftwerken vom Pegelstand der Flüsse und den Außentemperaturen
völlig unabhängig ist, bietet dagegen auch in Krisenzeiten eine außergewöhnlich hohe Versorgungssicherheit und steht in Österreich in großen
Mengen zur Verfügung. Die dezentrale Erzeugungsform der Biomasse weist zudem
eine geringere Störungsanfälligkeit auf", setzte Preineder fort und verwies
auf die in diesem Jahr aufgetretene Serie an Stromausfällen in Europa und
Nordamerika.
Ausreichende Investitionen in Netzqualität sicherstellen
"Insgesamt ist es daher für die österreichische Energiewirtschaft wichtig
und vorteilhaft, wenn der Anteil der Stromproduktion aus Biomasse deutlich
erhöht wird", so der Energiesprecher. Gleichzeitig müsse - insbesondere infolge der Stromliberalisierung - eine ausreichende Investition in die
Netzqualität sichergestellt bleiben, sagte Preineder. Hauptproblem in Österreich sei die in der Steiermark fehlende 380 kV-Leitung, was beim
internationalen Stromverkehr einen kritischen Engpass mit sich bringe.
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