Dürreschäden besonders im Grünlandgebiet existenzgefährdend:

Presseinformation vom 
9. September 2003
Wirksame und rasche Hilfe für dürregeschädigte Landwirte notwendig

Niederösterreich/Bucklige Welt/:Regional gibt es heuer starke Ernteausfälle am Grünland durch die fast ganzjährige Trockenheit.Besonders der Süden der Buckligen Welt rund um Kirchschlag ist heuer von Dürreschäden besonders stark betroffen. So fiel heuter bisher nur rund 230 mm Niederschlag – in einem Normaljahr sind es in diesem Gebiet in diesem Zeitraum etwa 600 bis 700 mm. Die Grünlanderträge sind schon seit vier Jahren schlecht, heuer wurde ein Tiefpunkt erreicht.

  Der niederösterreichische Abgeordnete zum Nationalrat Martin Preineder machte sich vor Ort ein Bild von der Lage. Sie ist teilweise dramatisch, weil die Futtergrundlage für die Rindviehhaltung schwer in Mitleidenschaft gezogen ist. Mit Förderungen aus dem Katastrophenfond und durch die Bundesländer kann der Schaden gemildert werden, für die Zukunft ist die Abfederung solcher Schäden durch eine umfassende Ernteversicherung anzustreben.

Preineder unterstützt die Forderung von Bauernbunddirektor Franz Grillitsch, der die Öffnung der Interventionslager  und die Schaffung einer Dürre-Versicherung auch für Grünland fordert.

Aus Brüssel sind im Zuge der Dürrekatastrophe keine zusätzlichen Gelder bereitgestellt worden, sondern es ist von dort lediglich das Angebot auf vorgezogene Zahlungen eingelangt. In Österreich werden allerdings die Prämien früher ausbezahlt als in jedem anderen Land der EU. Das Angebot aus Brüssel zur Vorverlegung der Zahlungen kam deshalb für Österreich einfach zu spät, weil Österreich - gemessen an den anderen EU-Staaten - schneller und effizienter agiert hat als der Rest der Union.

In Österreich haben sich die Agrarvertreter auch nicht auf Brüssel verlassen, sondern eigenständig auf Landes- und Bundesebene nach Lösungen gesucht und diese auch gefunden. Das bedeutet EUR 3 Mio. aus dem Katastrophenfonds und ungefähr die gleiche Summe nochmals aus den Ländern. Wichtig wäre auch die von Kommissar Fischler in Aussicht gestellte Öffnung der Interventionslager und die Verbilligung des Futtergetreides.

Die sich unter anderem durch den Klimawandel häufenden Ernteausfälle müssen in Zukunft durch eine umfassende Ernteversicherung wirkungsvoll abgefedert werden. Dabei ist es vor allem notwendig, auch die derzeitig nicht versicherbaren Kulturen wie Grünland einzubeziehen..


Martin Preinder

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NR Martin Preineder (links) und LAbg. Franz Rennhofer (rechts) beim Lokalaugenschein am Hof von Maria Pichler in Meierhöfen, Bad Schönau,Bucklige Welt, Bezirk Wr. Neustadt Alois Zöger und Landeskammerrat  Manfred Freiler setzen sich für die Region ein. In den dürregeschädigten Gebieten sind die Futterreserve verbraucht, Entsprechende Förderung von Zukäufen ist ein Gebot der Stunde. Auch eine Öffnung der Interventionslager und damit Verbilligung des Futtergetreides wird gefordert

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