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Preineder: Eigentümer und Bewirtschafter in Natura 2000 einbinden 

Februar 2004: Plattform "Natur zum Leben" vertritt rund 1,2 Mio. Menschen im ländlichen Raum

Die Plattform "Natur zum Leben" stellt in einem kürzlich beschlossenen Positionspapier konkrete Forderungen an die Umsetzung des Natura 2000-Netzes auf Ebene der Bundesländer und der Europäischen Union. Dieses Positionspapier wurde vom Vorsitzenden der Plattform, Martin Preineder den Naturschutz- und Agrarlandesräten sowie Landwirtschafts- und Umweltminister Josef Pröll übermittelt. Die Plattform "Natur zum Leben" wurde 1999 von insgesamt 17 Organisationen des ländlichen Raumes gegründet. Deren Mitglieder sind als Grundeigentümer und Nutzungsberechtigte von der Umsetzung des europaweiten Natura 2000-Netzes direkt betroffen und haben über Jahrzehnte umfassende Erfahrung und Kompetenz im Naturschutz aufgebaut.

Expertenwissen nutzen
"Um die Richtlinien von Natura 2000 erfolgreich zu realisieren, gilt es, dieses Expertenwissen zu nutzen. Nur diese kooperative Vorgehensweise kann zu einer erfolgreichen Umsetzung der beiden Natura 2000-Richtlinien in
Österreich führen, wie Beispiele bei der Erstellung von Managementplänen in einigen Gebieten zeigen. Ein Miteinander von Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten mit den Naturschutzbehörden ist zielführend", stellte Preineder fest.

Insgesamt gehören den Plattform-Institutionen rund 1,2 Mio. Menschen an, die von der Bewirtschaftung ländlicher Gebiete leben. Die Produktion von Lebensmitteln oder natürlichen Rohstoffen wie Holz, die Jagd und Fischerei sowie die Imkerei bilden die Grundlage ihrer Existenz.

Konkrete Forderungen von Eigentümern und Bewirtschaftern

Preineder zählt die Forderungen für die Umsetzung auf Ebene der österreichischen Bundesländer auf: Volle Einbindung der Grundeigentümer und der Nutzungsberechtigten bei der Umsetzung des Natura 2000-Netzes, Erstellung entsprechender Finanzierungspläne vor einer Gebietsausweisung, Stärkung des Vertragsnaturschutzes, Einvernehmen mit Grundeigentümern und Nutzungsberechtigten über die Erstellung der Managementpläne sowie weiters
Ausgleich aller vermögensrechtlicher Nachteile unter besonderer Berücksichtigung der unterschiedlichen Nutzungsformen und Mitwirkung der Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten beim Monitoring.

Die Forderungen für die Umsetzung auf europäischer Ebene lauten:
Sicherstellung einer Mitfinanzierung durch die Europäische Union aus einem eigenen Natura 2000-Fonds und Zusammenführung und Modernisierung der Vogelschutz-Richtlinie und der Habitat-Richtlinie. Dabei wird die verbindliche Festschreibung der Einbindung der betroffenen Grundeigentümer und Nutzungsberechtigten in alle Stufen des Verfahrens zur Realisierung des Natura 2000-Netzes sowie die Verankerung freiwilliger vor hoheitlichen Maßnahmen (Vertragsnaturschutz) gefordert.  
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Zusatzinfo: Was ist Natura 2000 ?
Natura 2000 heißt, die Lebensbedingungen unserer gefährdeten Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, und das europaweit auch außerhalb der bestehenden Naturschutzgebiete – dazu hat sich Österreich wie alle anderen Mitgliedsstaaten mit dem Beitritt zur Europäischen Union verpflichtet.

In einigen Bereichen sind die Europaschutzgebiete mit Nutzungseinschränkungen verbunden, für die die Länder Ausgleichsfinanzierungen bereitstellen. Andererseits eröffnen die Europaschutzgebiete Chancen für neue Projekte, die seitens der EU im Rahmen des LIFE-Natur-Programmes gefördert werden. Zu all diesen Fragen bieten wir einen intensiven Dialog unter dem Motto „Ein Stück Zukunft – die Chance für Natur und Mensch“ an, um die Interessen der Landnutzer mit jenen des Naturschutzes bestmöglich in Einklang zu bringen.
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Links: Die Leithaau in Niederösterreich wurde nicht zuletzt deswegen zum Natura 2000-Gebiet erklärt, um den sehr seltenen Erlen-Scheckenfalter seinen Lebensraum zu sichern. Mitte: Der Föhrenwald im Steinfeld ist der Lebensraum der seltenen Nachtschwalbe (Ziegenmelker). Rechts: Für jede schutzwürdige Art gibt es genaue Gebietsabgrenzungen (C: Noelgv.at)
Sofern nicht anders erwähnt: Copyright DI Alois Rasinger, Abdruck im Zusammenhang mit dieser Presseinfo honorarfrei. Die Fotos stehen meist bei Bedarf auch in einer 6 Megapixel-Qualität zur Verfügung (Tel.: 0650 953 10 84 oder mail)
link-Info: Die Natura 2000 links nach Niederösterreich und Oberösterreich verweisen auf die jeweiligen Seiten bei den Landesregierungen, wo aktuelle und detaillierte Informationen (auch geografisch) angeboten werden.

Homepage von Martin Preineder

Natura 2000 Info:   Niederösterreich   Oberösterreich