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Bio-Anbaufläche auf weltweit 24 Millonen Hektar gestiegen 

Österreich hält mit 11,6 % Bio-Anbaufläche Platz 2 in Europa 

Februar 2004  - Die organische Landwirtschaft ist international weiter auf dem Vormarsch. Derzeit werden 24 Mio. ha chemiefrei bebaut, mehr als drei Mal so viel wie vor vier Jahren. Bei der Tagung im Rahmen der weltgrößten Bioprodukt-Messe "BioFach 2004", die vom 19. bis 22. Februar in Nürnberg stattfand,  stellte die internationale Stiftung Ökologie und Landwirtschaft (SOEL) ihren Jahresbericht 2004 vor. Auf Platz eins bei den Bio-Anbauflächen rangiert Australien mit 10 Mio. ha vor Argentinien mit knapp 3 Mio. ha und Italien mit 1,2 Mio. ha. Der prozentuelle Anteil giftfrei bewirtschafteter Felder an der Gesamt-Agrarfläche ist in Europa am höchsten. Hier gibt es auch die prozentuell meisten Bio-Höfe. Der Umsatz von Bio-Produkten betrug 2002 weltweit EUR 18 Mrd. Hauptmärkte sind Europa und die USA.

Große Unterschiede nennt der Bericht bei den Größen der Bio-Betriebe. Australiens 10 Mio. ha Bio-Anbaufläche werden von nur 2.000 Betrieben bewirtschaftet. In Europa verteilen sich 5,7 Mio. ha auf insgesamt 17.000 Höfe. Australiens Bio-Bauern produzieren fast ausschließlich für den Export. Der Binnenmarkt wird als sehr klein bezeichnet. In Europa spricht der Bericht von einem "starken Marktwachstum" im Bio-Bereich.

Bei den Bio-Agrarflächen in Europa folgen hinter dem führenden Italien Großbritannien mit 724.000 ha, Deutschland mit 670.000 ha und Spanien mit 660.000 ha vor Frankreich, Österreich, Tschechien, Schweden, Dänemark sowie auf Platz zehn Finnland. Beim Anteil der Bio-Flächen an der gesamten Agrarfläche führt Liechtenstein mit 26,4% vor Österreich mit 11,6% und der Schweiz mit 10%. Deutschland erreicht hier nur 4,1%

Wo wird Bio am liebsten eingekauft?
Eine deutsche Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass 31 % aller Bio-Produkte  im Naturkostfachhandel über die Theke gehen, 29 % im Lebensmitteleinzelhandel, 16 % bei Direktvermarktern, 7 % in Reformhäusern, ebenfalls 7 % in Bäckereien/Metzgereien und 10 % in sonstigen Einkaufsstätten wie Drogeriemärkten. 

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Die ZMP, Zentrale Markt- und Preisberichtsstelle der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft, hat außerdem herausgefunden: Junge Leute kaufen Bio bevorzugt in Drogeriemärkten und Naturkostläden, das "Mittelalter" am liebsten auf dem Wochenmarkt und beim Bäcker/Metzger, ältere Kunden im Reformhaus und Lebensmitteleinzelhandel. Die Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen macht den größten Bio-Umsatz, gefolgt von den 55- bis 64-Jährigen. Dabei wird im Süden Deutschlands viermal mehr Bio gegessen als im Osten und doppelt so viel wie im Norden. Am liebsten genießen die Deutschen Molkereiprodukte, Gemüse, Backwaren, Getränke, Fleisch/Wurst und Obst in Bio-Qualität.

homepage von NR Martin Preineder

Bio-Fach 2004